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Jahren nehmen die Arbeitsbelastungen zu. Diese Entwicklung ist das
Symptom einer Arbeitswelt, in der ertragsorientierte Steuerungsformen
für wachsenden Leistungsdruck und permanente Restrukturierungsprozesse
(oft in Verbindung mit Personalabbau)
für Überlastung und Unsicherheit sorgen. Körperliche und
psychische Fehlbelastungen zu minimieren, ist deshalb wichtiger denn
je. Ein wirksamer Arbeits- und Gesundheitsschutz wird immer
bedeutsamer. Angesichts neuer Organisations- und Steuerungsformen und
instabiler Rahmenbedingungen stehen klassische Instrumente und
Ansätze auf dem Prüfstand. Noch zu selten wird auf die
veränderten Herausforderungen mit neuen, präventiv und
beteiligungsorientiert ausgerichteten Ansätzen bzw. deren
Weiterentwicklung reagiert. Das Institut zur sozialen Therapie der
Eilkrankheit befasst sich auf Basis aktueller empirischer Befunde und
praktischer Erkenntnisse genau mit diesem Zusammenhang von neuen
Organisations- und Steuerungsformen und den damit verbundenen Folgen
für Gesundheit und Gesundheitsschutz. Die Beiträge auf der
Website enthalten Analysen gegenwärtiger Entwicklungstendenzen und
neuer Zusammenhänge, schildern Praxiserfahrungen und berichten
über Gestaltungsansätze.
Der
vom Institut entwickelte
Therapieansatz beruht auf der Idee, das Problem bei der Wurzeln zu
packen, indem nicht die Depression in den
Mittelpunkt der Betrachtung gestellt wird, sondern eine häufig zu
Grunde
liegende aber irreführende Annahme über autonomes oder gar
authentisches
Leben in der spätmodernen Gesellschaft. Damit rückt nicht das
depressive Symptom in den Fokus der therapeutischen Arbeit, sondern die
sich in der Wahrnehmung des Klienten abbildende gesellschaftliche
Beziehung selbst. Das bedeutet: Nicht ein Symptomträger wird zum
Patienten, sondern der Leidende erhält konzentrierte und strukturierte
Hilfe zur Selbstheilung der zugrunde liegenden Problematik. Das
Therapieziel ist damit nicht allein die Beseitigung der depressiven
Verstimmung, sondern die (Wieder-) Erlangung gesellschaftlicher
Beziehungs-Zufriedenheit für den Klienten. In dem ein Klient die
Möglichkeit
bekommt, sich durch angstfreie Kommunikation (erstmalige oder erneute)
Grundbedürfnisse nach Bindung und Zugehörigkeit zu erfüllen, können
sich vorher gestörte Beziehungsmuster "wie von selbst" wieder
einstellen, weil die Belastung (z.B. durch selbst- oder fremd-erzeugten
Leistungsdruck) genommen wird. In diesem Prozess wird für den Klienten
sichtbar, in wie weit seine depressiven Symptome möglicherweise
Ausdruck seiner gestörten gesellschaftlichen Beziehung sind bzw. waren.
Die therapeutische Arbeit
funktioniert
von der
organisatorischen Vorgehensweise so, dass im wöchentlichen bis maximal
14-tägigen Rhythmus ca. einstündige Gesprächstermine mit einem Berater
stattfinden und der Klient die in den therapeutischen Sitzungen
erarbeiteten Schritte an mindestens zwei ca. 1½-stündigen
"Verabredungen" in der Woche ausprobiert. Die dabei vom Klienten
gemachten, neuen, körperlichen und seelischen Erfahrungen werden in der
jeweils darauf folgenden Therapiesitzung besprochen und ggf. weitere
Schritte geplant und vorbereitet. Das bedeutet, dass Klienten für die
Aufnahme einer Therapie bereit und willens sein müssen, pro Woche 3 bis
4 Stunden Zeit für die Durchführung ihrer Therapie aufzuwenden. Nähere
Informationen hierzu erhalten Sie im persönlichen Beratungsgespräch.
Das
Institut zur sozialen Therapie der Eilkrankheit arbeitet auf privater
Basis. Die erbrachten Leistungen sind nicht Gegenstand des
Leistungskataloges der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die
Inanspruchnahme von sozialtherapeutischer Beratung ist eine
"Individuelle Gesundheitsleistung", die vom Klienten selbst zu tragen
ist. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, bei den jeweiligen (privaten
oder gesetzlichen) Krankenversicherungen eine Einzelfallentscheidung
für eine (volle oder partielle) Kostenübernahme zu beantragen. Die
Gebühr beträgt 55,- Euro pro Einheit (1 Einheit= +/- 50 Minuten).
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